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„Wir sind zur radikalen Vision von Gegenseitigkeit aufgerufen“ Diskussion in Wittenberg: Theologische und politische Dimensionen der Intersexualität Intersexuelle gelten als Minderheit. Allerdings: Am Anfang des menschlichen Lebens sind wir alle intersexuell, denn bis zur sechsten Schwangerschaftswoche trägt jeder Fötus Anlagen für mannigfaltige Geschlechter in sich, erläuterte Eske Wollrad, Geschäftsführerin des Evangelischen Zentrums Frauen und Männer und Moderatorin der Veranstaltung ‚Nicht männlich noch weiblich‘, am 10. August im Rahmen der Wittenberger Themenwoche Familie, Lebensformen und Gender. Auch in der weiteren menschlichen Entwicklung gelte, dass kein Mensch den anderen biologisch gleich ist. „Diese Vielfalt der Geschlechter ist Teil der göttlichen Schöpfung“, davon ist Lucie Veith, Gründungsmitglied des Bundesverbandes Intersexuelle Menschen, überzeugt. Es müssten nicht nur die normierenden medizinischen Behandlungen an intergeschlechtlichen Kindern aufhören. „Ich wünsche mir, dass die Kirche unsere Anwesenheit endlich anerkennt!“ Die von der Kirche seit Jahrhunderten als gottgeben dargestellte Zweigeschlechtigkeit müsse endlich in Frage gestellt werden müsse, forderte Stephanie Budwey. „Intergeschlechtlichkeit relativiert die Idee, Gott habe für alle ein eindeutiges Geschlecht bestimmt“, so die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. „Wir sind zu einer radikalen Vision von Gegenseitigkeit aufgerufen. Aufgerufen dazu, die Vielfalt der Schöpfung zu feiern und dafür einzutreten, dass niemand am Rand steht.“
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aktuell
Pressemeldung: zum Familiennachzug geflüchteter Menschen mehr
Aufruf zur Bundestagswahl: Das Ev. Zentrum Frauen und Männer ruft auf, die Stimmabgabe vom „Respekt vor der Vielfalt des menschlichen Lebens” tragen zu lassen. Zu Wahlaufruf und Pressemeldung 
Reformationsjubiläum: Das Ev. Zentrum Frauen und Männer führte vom 08.-14. August die Themenwoche “Familie, Lebensformen und Gender” im Rahmen der Weltausstellung in Wittenburg durch. Meldungen und Fotos hier.
„Wir sind zur radikalen Vision von Gegenseitigkeit aufgerufen“ Diskussion in Wittenberg: Theologische und politische Dimensionen der Intersexualität Intersexuelle gelten als Minderheit. Allerdings: Am Anfang des menschlichen Lebens sind wir alle intersexuell, denn bis zur sechsten Schwangerschaftswoche trägt jeder Fötus Anlagen für mannigfaltige Geschlechter in sich, erläuterte Eske Wollrad, Geschäftsführerin des Evangelischen Zentrums Frauen und Männer und Moderatorin der Veranstaltung ‚Nicht männlich noch weiblich‘, am 10. August im Rahmen der Wittenberger Themenwoche Familie, Lebensformen und Gender. Auch in der weiteren menschlichen Entwicklung gelte, dass kein Mensch den anderen biologisch gleich ist. „Diese Vielfalt der Geschlechter ist Teil der göttlichen Schöpfung“, davon ist Lucie Veith, Gründungsmitglied des Bundesverbandes Intersexuelle Menschen, überzeugt. Es müssten nicht nur die normierenden medizinischen Behandlungen an intergeschlechtlichen Kindern aufhören. „Ich wünsche mir, dass die Kirche unsere Anwesenheit endlich anerkennt!“ Die von der Kirche seit Jahrhunderten als gottgeben dargestellte Zweigeschlechtigkeit müsse endlich in Frage gestellt werden müsse, forderte Stephanie Budwey. „Intergeschlechtlichkeit relativiert die Idee, Gott habe für alle ein eindeutiges Geschlecht bestimmt“, so die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. „Wir sind zu einer radikalen Vision von Gegenseitigkeit aufgerufen. Aufgerufen dazu, die Vielfalt der Schöpfung zu feiern und dafür einzutreten, dass niemand am Rand steht.“